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Dunkelfeldstudie
LeSuBiA:
Gewalt bleibt oft
unsichtbar

ChatGPT Image 27. Apr. 2026, 12_36_49.png

Die Dunkelfeldstudie „LeSuBiA“ (Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag) zeigt ein deutliches Bild:
Ein Großteil der Gewalterfahrungen in Deutschland wird nicht angezeigt.

​

In vielen Bereichen liegt die Anzeigequote unter zehn Prozent,
in Partnerschaften sogar teilweise unter fünf Prozent.

Was bedeutet „Dunkelfeld“?
 

Das sogenannte Dunkelfeld beschreibt alle Taten, die:

  • nicht angezeigt werden

  • nicht statistisch erfasst sind

  • im Verborgenen bleiben
     

Die Studie macht sichtbar, dass Gewalt deutlich häufiger vorkommt, als offizielle Zahlen zeigen.

Zentrale Erkenntnisse der Studie
 

  • Weniger als 10 % der Gewalterfahrungen werden angezeigt

  • In Partnerschaften liegt die Anzeigequote teilweise bei unter 5 %

  • Frauen sind besonders häufig von sexualisierter und partnerschaftlicher Gewalt betroffen

  • Junge Menschen erleben überdurchschnittlich oft Gewalt

  • Auch digitale Gewalt nimmt deutlich zu
     

Besonders betroffen sind:

  • Frauen

  • junge Menschen

  • Menschen mit Migrationshintergrund

  • Angehörige der queeren Community

Warum wird Gewalt so selten angezeigt?
 

Die Studie macht deutlich, dass das Schweigen nicht zufällig entsteht.

Mögliche Gründe sind:
 

  • Angst vor Konsequenzen

  • Scham und Unsicherheit

  • fehlende Zugänge zu Hilfe

  • Abhängigkeiten in Beziehungen

  • mangelndes Vertrauen in Strukturen
     

Das Nicht-Anzeigen ist kein individuelles Versagen,
sondern oft Ausdruck von belastenden Umständen.

Einordnung:
 

Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig es ist:

  • Präventionsarbeit zu stärken

  • Schutzstrukturen auszubauen

  • Zugänge zu Hilfe zu erleichtern

  • gesellschaftliche Sensibilisierung zu fördern

"Gewalt ist kein Einzelfall. Es betrifft viele Menschen"

Hintergrund zur Studie
 

Die Studie „LeSuBiA“ wurde vom Bundeskriminalamt in Zusammenarbeit mit mehreren Bundesministerien durchgeführt.

  • ca. 15.000 Personen wurden befragt

  • Alter: 16 bis 85 Jahre

  • Zeitraum: 2023–2025
     

Ziel ist es, eine realistischere Einschätzung von Gewalt in Deutschland zu ermöglichen.

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